III. "Entre Cour et jardin"

von Alfred Werner Maurer

Bezeichnend für die Baumaßnahme ist jedoch, daß dem Bauen an einem traditionellen und nobilitierten Ort der Vorzug gegenüber einer Anlage auf dem freien Lande gegeben wurde. Wilhelm Heinrich aus dem nassau-usingischen Zweig Walrams wählte 1741 in Abstimmung mit seinem Bruder Fürst Carl den Saarbrücker Schloßfelsen. Graf Ludwig des walramischen Stammes residierte hier bis 1627 über die ihm durch Erbteilung zugefallenen nassau-usingischen Ländereien links des Rheins. Es waren aber auch praktische Gründe, die das Festhalten an dem Baugrund bewirkten. Der Bauplatz war bereits verkehrstechnisch erschlossen. Man konnte auf einem solchen Gelände Fundamente und Substruktionen oder intakte Bauteile der Vorgängerbauten wiederverwenden.

 
Der Fürst Wilhelm Heinrich stand zwischen Wien und Versailles. Es vermischten sich vielfältig die Gedanken aus dem Süden und dem Westen mit denen des Nordens. Baukunst zählte zur Allgemeinbildung am Hofe. So ist z.B. belegt, daß Fischer von Erlach ab 1689 dem Erbprinzen Joseph täglich eine Stunde Architekturunterricht erteilte. Die auf seinen Reisen gesammelten Eindrücke regten zum Neubau des Schlosses an sowie zum Ausbau der mittelalterlichen Stadt Saarbrücken zu einer Residenzstadt mit großzügigen Platzfolgen, herrschaftlichen Bürgerhäusern und Gartenanlagen.Der Wandel in der fürstlichen Lebensführung, die Aufgabe der Wehrbaufunktionen, die weltoffenere Haltung und der Wunsch nach einer freieren Anlageform mit Außenhöfen und Gärten und der Wille zu einer bequemeren und prachtvolleren Gestaltung und einer verfeinerten Wohnkultur begründeten die Aufgabe des befestigten Schlosses. Die Entwicklung der modernen Feuerwaffen erforderte, daß die Festungen an die Grenzen der Städte oder Länder verlagert wurden. Mit dem Abbruch der alten Schloßanlage und der Neuanlage war es möglich, die unregelmäßige Plangestalt des Renaissanceschlosses und seine Modernisierung aufzugeben und durch eine regelmäßige symmetrische Anlage zu ersetzen.
Mitte des 16. Jh. erfolgte in Mitteleuropa eine intensive theoretische Beschäftigung mit der antiken Architektur, Musterbücher und Stichwerke übermittelten Idealrisse. Wir unterscheiden in der Profanarchitektur des 17. Jh. den Stadtpalast (palazzo, hotel), das Landhaus (villa, chateau) und Übergänge zwischen diesen Typen (villa, suburbana). Der Ursprung dieser Differenzierung findet sich im Buch L.B. Albertis mit Plänen für Häuser in der Stadt zu erbauen , Häuser außerhalb der Stadt zu erbauen oder Landhäuser[1]. Aus diesem im 17. Jh. manifestierten Wunsch nach Synthese dieser Bautypen entwickelte sich die Idee vom Gegenüber von Stadt und Natur. Der Gebäudekomplex verband sich mit der Natur. Das Château- auf halbem Wege zur Stadt gebaut- wurde zum gesellschaftlichen Mittelpunkt. Das städtische Umfeld und das Gelände wird Bestandteil des Schloßbaues.
Der mittelalterliche Eindruck des Renaissanceschlosses war bestimmt durch seine Lage und seine Festigungswerke. Mit dem Schloßneubau wurde der Besitz grundsätzlich verwandelt. Keinerlei Wehrelemente prägen das Bild dieser neuen Anlage. Die Aufgabe der geomorphen Zwänge des Berges und der strategischen Anforderungen erlaubte die Geometrisierung des Schloßbaukörpers. Aus dem blockförmigen Bauwerk des 17. Jh. mit Innenhof , dem Palazzo, entstand durch Öffnung der vierten Seite die Dreiflügel-Anlage mit Korrespondenz zur Umgebung; es entsteht das Gegenüber von entre Cour et gaden.. Diese Entwicklung von der Burg zum Schloß, wie am Saarbrücker Schloßfelsen nachvollziehbar, spiegelte sichtbar wieder, daß die beiden Funktionen -Wehr und Repräsentation- voneinander getrennt werden.
Es war die Planungsaufgabe F.J. Stengels, dieses neue Ideal auf dem Schloßberg mit dem in Jahrhunderten gewachsenen Gewebe der mittelalterlichen Bebauung des Sarbrocken  in Einklang zu bringen. Durch Verfüllen der Burggräben im Bereich des heutigen Schloßplatzes und der Talstraße, das Schleifen der Mauern der Renaissance-Burg, die Umlegung des Saarlaufes sowie die Errichtung der neuen Schloßmauer entlang des Flusses wurde von F. J. Stengel die topographische Voraussetzung zur Errichtung der neuen Residenzauf dem Areal des Renaissanceschlosses geschaffen. Die Anlage eines großzügigen Barockgartens erforderte auch den Ausbau der den Abhang zur Saaraue heruntergestaffelten Terrassen. ( Plan II )
 
Im Jahre 1748 wurde dieses Schloß, eine zur Stadt hin geöffnete Dreiflügel-Anlage, als Wohnsitz der Fürstenfamilie, Ort der Repräsentation und der Verwaltung fertiggestellt. Bereits im Jahre 1793 brannte es in den Wirren der Französischen Revolution aus.Zur Durchführung des Bauvorhabens wurden Architekten, Ingenieure und Bauhandwerker aus allen Himmelsrichtungen engagiert. Die Berufung des F.J. Stengel im Jahre 1733 als Generalbaumeister, der von 1708-1712 an der königlichen Akademie der Künste in Berlin ausgebildet wurde, führte zu einer umfassenden städtebaulichen Planung mit großzügigen und qualitätsvollen Einzelbauten und Ensembles, wie Schloß mit Schloßplatz, Rathaus und Erbprinzenpalais, und dem Ludwigsplatz mit der protestantischen Ludwigskirche, der Friedenskirche und dem Palais. Im Stadtgrundriß von Saarbrücken werden die Prinzipien der Geometrie und Symmetrie mit ihren rechteckigen Platzanlagen und dem Achsenbezug Pont du vue eingeplant. Der Schloßneubau wird anstelle des Vorgängerbaues auf dem Saarfelsen in das gewachsene Stadtgefüge, als ein die Bürgerhäuser überragender Wohn- und Verwaltungssitz, eingefügt.
 
Zeitgemäße Lehrbücher über die Architektur waren u.a. die Schriften von Nicolaus-Francois Blondel; Nicolaus Goldmannund Leonard Christoph Sturm. Letzterer, Professor der Mathematik, lehrte bis 1702 im Dienste des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolffenbüttel Mathematik, Festungsbau und Zivilbaukunst an der Ritterakademie zu Wolffenbüttel, einer Universität für Edelleute[2]. Sturm beeinflußte die deutsche Baukunst des 18. Jh. durch seine zahlreichen theoretischen Schriften; er publizierte die Lehre seines Vorbildes Nicolaus Goldmann und erweiterte diese in Richtung Praxis. Unter anderem veröffentlichte er 1696 die erste Auflage der Zivilbaukunst Goldmanns[3]. In dieser Vollständigen Anweisung zu der Civilbaukunst“, Kapitel 3, „von denen Bücher schreiben, welche von der Baukunst gehandelt haben  zitiert Goldmann u.a. die Werke von Vitruv, Leo Battista Alberti, Serlio, Andrea Palladio, Scamozzi. Durch Studium und Reisen waren auch am Hofe Wilhelm Heinrichs ein Teil dieser Schriften, die es z.Zt. des Schloßneubaues im Jahre 1738-1748 zur baupraktischen und theoretischen Anleitung gab, bekannt und dienten ihnen beim Bauen als Anregung. Die Kenntnis von den bautheoretischen Ausführungen des L.C. Sturm durch J.F. Stengel ist belegt durch die von ihm verwendete Säulenordnung. So hat er bei der Ludwigskirche in Saarbrücken, beim Mittelpavillon von Schloß Dornburg an der Elbe, an der katholischen Pfarrkirche in Saarbrücken-St. Johann und am Witwenpalais Ottweiler die von Sturm in Nicolaus Goldmanns Civilbaukunstaufgezeichnete Ionische Kolossalordnung verwandt. Durch das bei Ausgrabungen aufgefundene Kapitellfragment im Schloßbereich ist auch die Verwendung dieser Ordnung am Schloß in Saarbrücken gesichert[4]. Sturm hat erkannt, daß seine Forderung, was die Austheilung dieser Gebäude anbelanget, sind wenig aber keine Regeln davon zu geben, die einige ist, das man sie also untereinander setze, das sie von beiden Seiten eine gleiche Symmetrie gegeneinander, soviel möglich machen. Er begründet diese Feststellung mit dem Hinweis solche aber zu erhalten, kan man nicht gewisses vorschreiben, weil ein Platz immer eine andere Anordnung an die Hand gebet, als der andere[5]. Der Entwurf Stengels für den Saarbrücker Schloßneubau folgt dieser allgemeinen Disposition zur Regularität, jedoch unter Einbeziehung der vorhandenen Bebauung auf dem Schloßberg. Er erhielt zunächst die vorhandenen Nebengebäude : man mit den alten Nebengebäuden sich behilft, solange es immer möglich ist, und beachtet, daß die Gebäude auf beiden Seiten des Großen Vorplatzes, aus rund- oder hohlausgebogenen Figuren mit viereckigen vermischt,so angeordnet sind, daß beim Palast die Gravität des Ansehens[6] nicht beeinflußt wird.
Sturm unterscheidet bei seiner Intention zwischen der vierflügeligen Schloßanlage um einen Binnenhof und dem französischen Schloß mit Cour d’honneur, nicht zwischen altertümlich und modern, sondern er gelangt zu dem Ergebnis: Es entsteht aber ferner die Frage: Ob man die Höfe um und um mit völligen und gleichhohen Gebäuden umgeben / oder an einer Seite frey lassen / und allein mit einem Gatterwerck oder höchstens mit einem gantz schmalen Gebäude / nur von einem Geschoß / welches oben auf eine Altan hat / verschließen solle? Die meisten möchten davor halten / daß dieses arbitrair sey / und eine Regul angenommen werden / daß man die Residenz-Palläste in den Städten soll mit einem rings um völlig bebauten Hof angeben / und die Art der freygelassenen Seite zu den Land- und Lust- Häusern verweisen. Wenn wir in dieser Sach auf Exempel gehen wollen / so sind weit mehr vor mich / als wider mich. Der Pallast zu Turin, der zu Nancy, und in Teutschland einer zu Weissenfels / geben contraire Exempel ab; hingegen das Louvre zu Pariß / das königliche Schloß zu Stockholm / die Kayserliche Favorita, das Königliche Schloß zu Berlin / die drey Palläste des Pabsts in Rom / vieler Fürstlichen zu geschweigen / welche allzumahl auserlesen-schöne Gebäude sind / bekräfftigen hingegen meine Regul[7]. Goldmann begründet seine Forderung: Denn erstlich soll man in den Städten den Platz entweder in der That aufs beste menagiren / oder doch zum wenigsten einen Schein dessen geben / welches geschiehet / wenn ein Hof rund um bebauet wird. Zum anderen ist in den Städten immer viel Unruhe und Gethöfe / auch bey Nachts / und deßwegen ein Hof daselbst nicht ruhig und still genug zu achten / der nicht um und um bebauet ist. Drittens lässet man die Höfe vornehmlich alsdenn an einer Seiten offen / wenn die principalesten Gemächer / welche gemeiniglich hinten zu liegen pflegen / vorn hinaus nicht weniger einen weiten und schönen Prospect haben / als hinten gegen dem Garten zu / wie es auf dem Lande insgemein geschiehet; aber in den Städten ist nicht leichtlich vorn hinaus ein garsonderlicher Prospect, sondern gehet meistens gegen umliegende Häuser / welches auch die Ursache seyn mag / warum zu Turin das Schloß vorn her offen gelassen worden / weil es nehmlich in eine sonderbar-lange und schöne Gasse biß an das Stadt-Thor recht einen Prospect hat[8]. Diese geforderte Einbindung in einen schönen Prospect wird durch die weiteren Bautätigkeiten am Schloßplatz unterstützt. Der Burgwall wird geschliffen und der Graben verfüllt. Insbesondere wird die Häusergruppe oberhalb der Schloßkirche, Schloßinsel genannt, abgebrochen, um den Schloßplatz und die Avant-cour zu erweitern und die Sicht aus der Schloßgasse auf das Schloß mit dem prächtig ausgestalteten Mittelrisalit freizugeben. Für die Anordnung der Höfe und die Ausgestaltung der Randbebauung und der Nebengebäude regt Sturm an: Daß ein Fürstliches Schloß von alle anderen Gebäuden nicht nur durch blosse Gassen / sondern durch grössere Plätze von anderen Gebäuden separirt seyn / und sonderlich vor seiner Haupt-Face einen ansehnlichen Platz haben müsse / nicht nur vor Feuers-Gefahr desto sicherer zu seyn[9].
Stengel ordnete um das Schloß Höfe, Gärten und Plätze an: zur Stadt die Cour d’honneur und den Schloßplatz mit umliegenden herrschaftlichen und öffentlichen Gebäuden, zur Talstraße den Lindenhof, zur Saar den Englischen Garten und nach Osten einen großzügigen Park.Das Abhalten des Wochenmarktes auf dem Schloßplatz war nicht gestattet. Das merkantile Leben spielte sich unterhalb der Schloßkirche vor dem Saartor und im Bereich des Krahnes ab. 1748 wurden die Häuser der Metzgerinsel abgebrochen und damit der untere Marktplatz geschaffen. Die Häuserzeilen der ehemaligen Vorder- oder Obergasse wurden 1748 am östlichen Ende durch Neubauten begradigt, um den Zugang zum Schloß zu eröffnen. Am Eintritt der Schloßgasse zum Schloßplatz wurde das neue Rathaus und das Haus des Superintendenten errichtet. Die bürgerliche und die kirchliche Verwaltung stand nunmehr in Blickbeziehung zur fürstlichen Residenz. Diese Raumordnung vor dem Schloß und der axiale Zugang von der Schloßgasse entspricht der Intention Sturms: So viel besser aber ist es / wenn um diesen Platz herum auch Herrschaftliche Gebäude liegen / und er sich auch durch andere Umstände distinguiret / daß jederman alsobald sehe / daß es doch kein offentlicher Marckt-Platz sey. Daher es wohl siehet / wenn er mit Bäumen besetzet / und mit Spring-Brunnen gezieret wird[10].
Um diese städtebaulichen Ziele zu erreichen, wurde durch den Fürsten am 18. August 1742 ein Verbot des unregelmäßigen Bauens erlassen[11].Mit dem Erlaß wurde für Neubauten die Vorlage von Bauplänen beim fürstlichen Bauamt gefordert. Mit dieser gesetzlichen Regelung war es Stengel möglich, seine Gestaltungsziele im Städtebau durchzusetzen und Konsens zwischen seiner Planung und den Bauabsichten des Bürgers zu erzielen. Als Anreiz zur Investition wurde am 9. Mai 1743 in den Städten Saarbrücken und St. Johann eine Befreiung von herrschaftlichen und städtischen Steuern bei Errichtung eines Neubaues zugestanden, wodurch zur Vergrößerung der hiesigen Stadt, Vermehrung der Einwohner und Erweiterung des Gewerbes den Neubauenden nebst anderen Vorteilen eine 10jährige Befreiung von herrschaftlichen und bürgerlichen Anlagen, auch Real- und Personalbeschwerungen erteilt[12]. Nach Abschluß der Bauarbeiten am Schloß wird das Rathaus erstellt, das nach dem Stadtgerichtsprotokoll vom 19.10.1750 im gleichen Jahr bereits fertiggestellt war. In der Zeit von 1752 bis 1760 wurden die Gebäude neben dem Rathaus am Schloßberg von der Kirchengemeinde errichtet[13]. Die nördliche Schloßplatzseite wurde durch die Lingerie-Remise, die das mittelalterliche Hauptschiff der Schloßkirche verdeckte, neu gestaltet. Dieses Gebäude wurde mit einem barocken Turmdach umgestaltet. Mit dem Ausbau der Bürgerhäuser auf der südlichen Platzseite zum Erbprinzenpalais wurde das Ensemble der Platzbebauung vervollständigt. Auch die Gebäude neben dem Palais in der Talstraße wurden von dem Fürsten aufgekauft und umgebaut. In diesen Häusern waren verschiedene Administrationen einquatiert. Nach Angabe Stengels war der Ausbau des Schloßplatzes 1760 abgeschlossen, ... werend der Zeit bis 1760 ... besonders der Marcktplatz vor dem Schlosse mit ganz neuen Gebäuden - à la moderne gezieret worden sei[14].


[1]) Alberti, L.B., TenBooks on Architecture, englische Ausgabe, London 1755, Nachdruck, London 1955. V, 18. Das Landhaus und das Stadthaus für den Reichen unterscheiden sich in dieser Hinsicht: Sie benutzen ihr Landhaus hauptsächlich als Sommerwohnung und ihr Stadthaus als eine geeignete Unterkunft im Winter. In ihrem Landhaus genießen sie daher die Freuden von Licht, Luft, weiten Alleen und schönen Ausblicken. In der Stadt gibt es nur wenige Freuden außer Luxus und Nacht.
[2] ) ) Leonhard Christoph Sturm, geb. 5. Nov.1669 in Altdorf bei Nürnberg, Eltern Johann Christoph Sturm, Professor für Mathematik und Physik an der Universität zu Altdorf und dessen Frau Barbara Johanna geb. Kessler. Bis 1683 Besuch des Gymnasiums Kloster Heilbronn, danach Studium an der Universität Altdorf. 1688 Magister in Altibus, 7.2.1689 Lehramt in Jena ,1689/90 Universität Leipzig, 1696 Sturm publiziert Nicolaus Goldmanns vollständige Anweisung zur Zivilbaukunst, Leipzig, 1699 Nicolaus Goldmann Vollständige Anweisung zur Zivilbaukunst (vermehrt gegen 1699) mit der ersten Ausübung der Anweisung zu der Zivilbaukunst. Bis 1702 Professor der Mathematik an der Ritterakademie zu Wolffenbüttel, 1702 Professur in Frankfurt/Oder, zahlreiche architekturtheoretische Werke, siehe Literaturverzeichnis, gest. 6. Juni 1719, Vgl. Küster, Isolde, Leonhard Christoph Sturm, Leben und Leistung auf dem Gebiet der Zivilbaukunst in Theorie und Praxis; Sturms Leben, Seite 4-18.
[3] ) Nikolaus Goldmann, geb. In Breslau, getauft 26. Sept. 1611, Eltern: Johann Goldmann und Maria Six, Studium der Rechtswissenschaft und der Mathematik in Leipzig und Leiden. Später Lehrauftrag in Leiden für Mathematik und Architektur. Schriften über Militärbaukunst: Elementorum architecturac militaris 1, IV. Lugd. Batav 1643, in wenig veränderter französ. Ausg.: la nouvelle fortifikation 1645,  Konstruktion für die Volute des Ionischen Säulenkapitells; veröffentlicht als Beigabe zu Joh.. de laet's Vitruvausgabe Amsterdam 1649, Erfindung der Baustäbe: Tractatus de Stylonetris ...Gebrauch der Baustäbe., Lugd. Bat. 1662; Sein Hauptwerk: Vollständige Anweisung zu der Civil Bau-Kunst, veröffentl. 1699 von Leonhard Christoph Sturm.
[4] ) Volkelt,Peter , Der Skulpturenschmuck am Saarbrücker Barockschloß, in: Festschrift zur 650jährigen Verleihung des Freiheitsbriefes an Saarbrücken und St. Johann, Saarbrücken 1971, S.357 u. 358. Stengel wählte die jonische Ordnung, die ihm aus seiner gründlichen Kenntnis der Architekturtheorie geläufig war und die ihm die für diesen Zweck angemessenste zu sein schien (Tfl. 30-32). Es war diese eine der fünf Stützengattungen, die z.B. Leonhard Christoph Sturm 1696 in Nikolaus Goldmanns "Civilbaukunst" entwickelt hatte. Das aufgefundene fragmentarische Pilasterkapitell aus dem Schloßbereich ist in Tfl. 29a und die Kupfertafel mit dem Auf- und Grundriss des Ionischen Knaufs... in Tafel 50b v.g. Publikation wiedergegeben.
[5] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung aller Arten von regularen Prachtgebäuden nach gewissen Regeln zu erfinden... Augsburg 1719. 
[6] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung Grosser Herren Palläste, Augsburg 1718.
[7] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung Grosser Herren Palläste, Augsburg 1718.
[8] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung Grosser Herren Palläste, Augsburg 1718.
[9] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung Grosser Herren Palläste, Augsburg 1718.
[10] ) Sturm, L.C., Vollständige Anweisung Grosser Herren Palläste, Augsburg 1718. VI. S. 15.
[11] ) Ruppersberg, A. Geschichte der ehem. Grafschaft Saarbrücken, III. Teil, 1. Band, S. 255.
[12] ) Ruppersberg, A. Geschichte der ehem. Grafschaft Saarbrücken, III. Teil, 1. Band, S. 255.
[13]) Lohmeyer, K., F.J. Stengel, Düsseldorf 1911, S. 39.
[14]) Lohmeyer, K., F.J. Stengel, Düsseldorf 1911.

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